Arbeitspaket 1

Entwicklung eines Werkzeugs zur Auswahl geeigneter Bauteilkandidaten

 

AP 1.1: Ermittlung branchenspezifischer Kriterien (wirtschaftlich/technisch) (1/2017 – 9/2017)

Um geeignete Bauteile für die Herstellung mittels des Additive Manufacturing auszuwählen, ist es Voraussetzung zu wissen, welche branchenspezifischen Anforderungen die Bauteilkandidaten erfüllen müssen. Hierfür wurden in den ersten Monaten des Projekts mit den jeweiligen Partnern Workshops durchgeführt um die Anforderungen der Projektpartnerbranchen zu ermitteln. Dabei wurden insbesondere die Branchen Automobilindustrie, Lebensmitteltechnik sowie Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau betrachtet.
Die gesamte Auswahlproblematik setzt auf den Ergebnissen des bereits abgeschlossenen Forschungsprojekts NewStructure auf. Innerhalb dieses Projektes wurde eine Auswahlmatrix entwickelt, die vor allem mit den Problematiken der Luft- und Raumfahrtbranche arbeitet (vgl. Abbildung 1). Aufbauend auf dieser, müssen neben den branchenspezifischen und technischen Anpassungen, vor allem Anpassungen im Bereich der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vorgenommen werden. Dies wird vor allem in der zukunftsrobusten Auslegung der Methodik in AP 1.3 erarbeitet.

 

 

AP 1.2: Entwicklung standardisierter Formulare zu Kriterienermittlung (3/2017 – 12/2017)

Durch die Ergebnisse der Workshops mit den einzelnen Partnern wurden Fragebögen erstellt, die einer ersten, einfachen Abfrage von Anforderungen dienen.
Als erstes wichtiges Ergebnis kann festgehalten werden, dass sich für zwei standardisierte Formulare entschieden wurde. Das erste Formular zielt dabei auf allgemeine, unternehmensinternen Anforderungen ab. Dazu gehören die Branchenzugehörigkeit, um bestehende Normen und Standards zu berücksichtigen, die strategische Ausrichtung sowie die bereits vorhandenen Erfahrung mit der additiven Fertigung. Dieses Formular muss jedes Unternehmen nur einmal ausfüllen und sollte bei Änderungen der strategischen Ausrichtung oder bei Erweiterung der Erfahrungen mit der additiven Fertigung angepasst werden.
Das zweite Formular bezieht sich auf die Informationen des jeweiligen Bauteilkandidaten. Hierbei werden zuerst allgemeine Informationen, wie Material, Baugruppenzugehörigkeit und Jahresstückzahl abgefragt. Im weiteren Verlauf des Fragebogens wird der Fokus vor allem auf die gewünschten Ziele des Bauteils gelegt.
Durch die gegebenen Antworten innerhalb der Fragebögen sollen bereits einige Aspekte der Auswahlmatrix vorausgefüllt werden sowie eine Interaktivität der Matrix erreicht werden. Dadurch entfallen überflüssige Fragen für gewisse Branchen. Des Weiteren soll durch die Interaktivität eine branchengerechte Gewichtungsanpassung einzelner Matrixfragen erfolgen.
Die Ergebnisse dieses Arbeitspakets fließen im Folgenden, ebenso wie die Ergebnisse aus AP 1.1, in die zukunftsrobuste Auslegung der Methodik in Arbeitspaket 1.3 ein.

 

AP1.3 Validierung der Formulare und zukunftsrobuste Auslegung der Methodik (1/2018 – 9/2018)

Ergebnisse folgen!